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 Interview auf Squealer-Rocks.de

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BeitragThema: Interview auf Squealer-Rocks.de   Mi Aug 19, 2009 9:23 pm

Change of Ideas Interview auf www.Squealer-Rocks.de

(vom 10.02.2009, Interview geführt von maddin)

Ein bisschen Etikettenschwindel haben die Jungs von Change Of Ideas ja schon betrieben. Denn ihr Debut "Power Punk" besitzt weitaus mehr Metal - Elemente, als es der Albumtitel vermuten lässt. Nachdem die Newcomer es bei mir sogar bis zum "Album des Monats" geschafft haben, war es an der Zeit mal um ein kleines Interview zu betteln.
Der sympathische Sänger Marc nahm sich gerne und ausführlich Zeit und gab mir erstmal eine kleine Nachhilfestunde in Sachen "American English"...

Squealer-Rocks: Zu Beginn eine zugegeben recht dumme Frage, aber ich habe sie ja
schon in meinem Review gestellt: Ist es ein Schreibfehler, dass Ihr
„Neighbor“ ohne „U“ schreibt oder ist das irgend eine Art von Slang?

Marc: Slang trifft es fast. Aber ohne jetzt den Schlauberger raushängen zu lassen, ist „neighbor“ einfach American English und da das Cover-Artwork von einer Amerikanerin umgesetzt wurde ist das schon gewollt (lacht).

Squealer-Rocks: Die Nummer ist zweifellos ein Highlight des Albums. Ihr gebt Henning
Pauly hier als Co – Autor an, wie groß war sein Anteil am Songwriting?
Beruht der Text auf persönlichen Erfahrungen?

Marc: Also der Text stand komplett, als wir ins Studio gingen und beruht auch zu 100% auf persönlicher Erfahrung! Über die Stimmung des Songs waren wir jedoch zweigeteilt. Rüdi, Fab und ich wollten zu dem Text eigentlich 'ne Hardcorenummer knüppeln, doch Ronny und Leo tendierten eher zu etwas ruhigem / melodischen, um so den Sarkasmus hervorzuheben. Als wir Henning im Studio den Text und unsere Ideen dazu vorlegten, wurden die bisherigen Harmonien verworfen und innerhalb von ca. 2 Stunden entstand eine Ballade.
Die Kompositionen des Songs sowie die Gesangslinien, sind also in Zusammenarbeit entstanden, wobei Hennings Anteil sehr entscheidend war.
Treffender hätte letztendlich die Message des Liedes nicht transportiert werden können.

Squealer-Rocks: Wie ist es überhaupt zur Zusammenarbeit mit Henning gekommen?

Marc: Nachdem Henning von Amerika wieder nach Deutschland kam, vertrat er kurzzeitig den Gitarrenlehrer von Ronny und mir und so lernte man sich kennen. Es baute sich schnell ein freundschaftliches Verhältnis auf und da Henning auch ein ordentliches Studio mit oberamtlichem Equipment am Start hatte, fragten wir ihn einfach irgendwann ob er mit uns eine EP aufnehmen würde.

Squealer-Rocks: Gerade mit einem bekannten Produzenten ist es für mich noch
unverständlicher, dass ihr das Album ohne Label veröffentlicht habt.
Wollte Euch keine Plattenfirma haben oder wolltet Ihr keine Plattenfirma
und lieber alles in Eigenregie durchziehen?

Marc: Wir wollten die erste Platte schon alleine stemmen und sie dann quasi auch als Visitenkarte bei den Labels verwenden, zumal ja wirklich nur eine EP geplant war. Natürlich sind wir mittlerweile auf der Suche nach einem Label, aber bis jetzt hat sich noch nichts ergeben.

Squealer-Rocks: Findest Du nicht, dass Ihr Euch in manchen Punkten etwas unter Wert
verkauft?
Als ich das Albumcover mit den anarchistisch / linken Motiven und den
Songtitel „Fuck the World“ gesehen habe, habe ich sofort an eine Brüll -
Combo wie Cryptic Slaughter oder an irgendwelche Schülerbands, die es
gerade toll finden, links zu sein und wie eine Gewerkschafts – Combo
klingen, gedacht.
Als Metal Fan könnte mich das Ganze etwas abschrecken, wenn ich die CD
im Laden sehen würde. Dabei spricht Eure Mucke doch gerade Metal Fans
an, wie ich aus eigener Erfahrung berichten kann. Ihr seid doch viel zu
abwechslungsreich, um als reine Punk Band durchzugehen.
Habt Ihr keine Angst, dass Ihr in eine Schublade gesteckt werdet, in die
Ihr eigentlich gar nicht gehört?

Marc: Puh…, wo fang ich da jetzt an?!
Also, als reine Punkband wollen wir überhaupt nicht angesehen werden und uns auch gar nicht auf ein bestimmtes Genre festlegen.
Ebenso geht unser Musikgeschmack innerhalb der Band sehr weit auseinander, von Heavy Metal über Hardcore, von Thrash über Grunge, Rock über Grindcore…. usw.
Aber da die Vorbilder, die uns alle fünf auf einen Nenner kommen lassen eher im Ami-Punk liegen und wir denken, dass Punkrock oft unterschätzt wird, mischten wir Punkrock mit Hardcore und Metal und heraus kam: Power-Punk!
Über Schubladendenken usw. haben wir uns dabei eigentlich nicht den Kopf zerbrochen.
Genauso wenig wie bei der Entstehung unseres Bandlogos, welches ja auf dem Cover prangt!
Wir nahmen einfach Dinge die uns gefielen und für uns eine Aussage hatten.
Der Arm mit der geballten Faust symbolisiert für uns nichts weiteres als „Protest“.
Der Nautische-Stern steht neben individuellen Bedeutungen dafür, seinen Weg durchs Leben zu finden, sowie Unsterblichkeit, Langlebigkeit und Liebe. Effektgerät und Drumsticks tun ihr übriges.
Wir sind also bestimmt keine Anarchisten und wie wir zu Extremismus jeglicher Art stehen, kann ja jeder z. B. bei "World Patriot" oder "The Sun Is Shining" hören.
Der Begriff "Power Punk" ist eigentlich auf Hennings „Mist“ gewachsen. Wir beschrieben unseren Stil Anfangs wie eben erwähnt als Mischung aus Punkrock, Hardcore und Metal, doch kurz vor Ende der Aufnahmen fiel aus Hennings Mund dafür die Bezeichnung Power-Punk. Wir fanden´s cool und treffend und so war der Albumtitel geboren.

Squealer-Rocks: Warum gebt Ihr als Einfluss eigentlich keine Metal Band an? Alleine
schon die doppelten Leads sind doch Metal pur

Marc: Da wir nicht unzählige Einflüsse aufzählen wollten, beschränkte sich jeder auf ein bis zwei seiner absoluten Lieblingsbands natürlich wären sonst auch Namen wie Metallica, Maiden oder Helloween gefallen. Damit fing zumindest bei Ronny und mir alles an.

Squealer-Rocks: Das Album war ja erst als EP gedacht. Welche Songs waren denn dafür
vorgesehen?

Marc: Ursprünglich war “…begin to play” als 7 bzw. 8 Track EP geplant mit:
"FTW"
"The Sun Is Shing"
"Prepare for…"
"The Incoming"
"Love Thy Neighbor"
"In The World Today"
"I' m The Owner"
"Who Brings Flowers"

Squealer-Rocks: Wurden die Nummern, die nicht für die EP geplant waren erst während
der Aufnahmen geschrieben?

Marc: Jein, die Texte waren alle bereits fertig, genauso wie die Grundgerüste der Songs. Die Feinheiten, sowie Soli und Bridges wurden dann im Studio ausgearbeitet.

Squealer-Rocks: Eure Lyrics zu „The Sun Is Shining“ erinnern mich sehr an
„Liebeslied“ von den Hosen und die Strophen besitzen Parallelen zu „We
Didn't Start the Fire“ von Billy Joel. Zufall?

Marc: Das erste, was ich von "The Sun Is Shining" geschrieben habe war der Refrain.
In der Strophe wollte ich Stakkato mäßig dann einfach alles schlechte dieser Welt „runterrattern“, dabei dachte ich aber nicht an "We Didn´t Start The Fire". Erst als die Nummer stand, bemerkte ich eine gewisse Ähnlichkeit in den Strophen. Aber Stakkato ist nun mal Stakkato und Billy Joel is eh cool, also dachten wir uns…so what? (lacht)

Squealer-Rocks: In einigen Reviews kommt Ihr nicht so gut weg. Inwieweit nehmt Ihr
Euch Kritik / Lob zu Herzen?

Marc: Kritik nehmen wir uns schon zu Herzen, solange sie denn konstruktiv ist!

Das soll jetzt nicht überheblich klingen, aber wir wissen dass wir Musik machen können.

Somit werden wir uns auch kein Review zu Herzen nehmen, welches vor persönlichem Geschmack nur so stinkt und nicht wirklich auf die Musik an sich eingeht, einfach nur Einflüsse kritisiert oder uns vorwirft, dass Power-Punk kein „echter“ Punk sei.

Ganz ehrlich, dass sind für uns Leute die in Schubladen denken oder Angst vor Veränderungen haben. Sowas haken wir unter Neid ab und lachen uns einen. Zumal es eh nicht verkehrt ist zu polarisieren! (lacht)

Squealer-Rocks: Wie geht’s weiter bei Euch? Wann kommt das nächste Album? Tournee?
Bleibt stilistisch alles "beim Alten"?

Marc: Wir stellen gerade mit ein paar anderen Bands einen Sampler gegen Extremismus auf die Beine, der „FuckExtremism“ heissen wird und kostenlos an Jugendclubs verteilt werden soll. Darüber hinaus wollen wir ein paar Konzerte spielen (Tour wäre natürlich auch cool) und schreiben fleissig an neuem Material. Wie bereits gesagt, wir werden uns stilistisch nicht festlegen und in den Songs wieder das machen was sich für uns gut anfühlt bzw. anhört!

Squealer-Rocks: Seht für Euch eine Chance im Musikbusiness?

Marc: Wir denken schon, dass für uns eine Chance im Musikbusiness besteht. Mit viel Fleiß und etwas Geduld wird sich dann auch hoffentlich der gewünschte Erfolg einstellen. Solange wir irgendwelche Bühnen unsicher machen können ist für uns alles super!!!



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