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 Rezensionen und Meinungen zu Power-Punk

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BeitragThema: Rezensionen und Meinungen zu Power-Punk   Di Sep 15, 2009 1:24 am

Review von www.squealer-rocks.de
vom: 03.01.09

Redakteur: Maddin

Wir sind ein sehr traditionell ausgerichtetes Webzine, von daher findet Punk recht wenig bei uns statt. Ab und zu landet aber doch mal eine CD dieser Gattung bei uns, wobei es sich meistenteils um hochwertigen Schrott, sprich um nette, aber belanglose Brüllereien von Wohlstands- Kiddies handelt.
Nun also Change Of Ideas, die ihr Album schön plakativ „Power Punk“ nennen.
Fünf junge Bengels und der erste Song heisst auch noch – ach, wie originell - „Fuck the World“.
Wer soll denn so etwas gut finden?
Na, ich zum Beispiel. Und jetzt erkläre ich Euch, weshalb „Power Punk“ eine ziemliche Granate ist:

Dem wenig innovativen Titel zum Trotz ist der Opener schon mal richtig geil. Die Nummer klingt nicht nur verdammt nach The Offspring, die deutsche Truppe erreicht sogar fast deren Niveau.
Geile Melodie, ein paar eingestreute metallische Breaks und die typisch lang gezogenen „Oohoohoos“ sind auch drin. Das Dingen schreit nach der Repeat Taste!
Interessant ist auch die Tatsache, dass Sänger Marc dezent an James Hetfield erinnert, was bei Tracks wie dem absolut unpunkigen und dafür höchst metallischen „I'm the Owner“ noch deutlicher wird. Ein sehr originelles Songwriting und kleine Raffinessen an der Gitarre wie ein zunächst völlig deplatziert erscheinendes Harmonie - Solo oder das fast folkige Riff zu Beginn und eine Spieldauer von weit über 4 Minuten erheben diese Nummer in den Adelsstand.

Überhaupt kann man den Titel des Albums im positiven und ironischen Sinne anzweifeln. So überzeugt die Mitbrüll - Hymne „Sometimes You Must Step Back“ mit doppelten Leads und einer saftigen Double Bass. Dennoch schaffen es die Burschen hier, genügend britisch klingende Old School Punk - Elemente unterzubringen
Ein weiteres Highlight ist die geniale „Ballade“ „Love Thy Neighbor“: Hier treffen Ironie und Lagerfeuer - Romantik dermaßen geil aufeinander, dass es eine wahre Pracht ist. Kaum zu glauben – vor allem angesichts des Songaufbaus und dem Chorus am Ende - , dass es sich hier nicht um eine alteingesessene Profiband handelt.

Tja, Leute – auch wenn es hier den einen oder anderen durchschnittlichen Song gibt, wie das stereotype und viel zu lasche „Life's a Bitch“ oder die „We Didn't Start the Fire“ / „Liebeslied“ - Kopie „The Sun is Shining“, gibt es eigentlich recht wenig zu meckern.
Einen echten Ausfall gibt es nicht und mindestens zwei Drittel der Stücke verdienen locker das Prädikat „volle Punktzahl“. Zudem ist die Produktion von Henning Pauly, der schon für Größen wie Michael Sadler (Saga) oder James La Brie (Dream Theater) gearbeitet hat, genau das, wofür man als Fan gerne Geld bezahlt: Satt, fett, glaskar und transparent.

Der Albumtitel „Power Punk“ ist absolut irreführend, denn Change of Ideas sind viel mehr als nur Punk. Sie klingen wie eine Mischung aus The Offspring, den neueren H – Blockxx, den alten Hosen und ein bisschen wie Metallica.
Bleiben am Ende nur 2 Fragen:
Warum hat diese tolle Band kein Label?
Warum schreibt Ihr „Neighbor“ ohne „u“?

Mein „Album des Monats“ Januar – jetzt schon!
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BeitragThema: Re: Rezensionen und Meinungen zu Power-Punk   Di Sep 15, 2009 1:28 am

Rezi von D. Reiter
(auf wkw) vom 21.10.08


So da is die Rezension. Schneller als
gedacht.

Also um den Gesamteindruck vorweg zu nehmen:
Ich find die CD echt super, hab ich
mittlerweile aber glaub ich oft genug
erwähnt...

Hab mal eine Playlist meiner Lieblingslieder
erstellt:

1. Track 10 + 11
2. Track 7
3. Track 5
4. Track 2
5. Track 4
6. Track 13
7. Track 1
8. Track 15
9. Track 9
10. Track 8
11. Track 14
12. Track 6 ( Sorry aber 08/15 aber die
message is cool, die
message is cool)
13. Track 14 (obwohl Motherfucker vorkommt
!!)
14. Track 3 (Message und Melodie ist gut,
aber die Aussprache
nervt mich, sorry
Marc)


No 1 - 3 find ich echt richtig gut. Wenn
diese Lieder von 3 verschiedenen Bands wären,
würde ich mir von allen 3 Bands die CD allein
schon nur wegen dieser Lieder holen
(Capiche?)

No 4 - 7 find ich gut,

No 8 -11 find ich meistens gut, kommt aber
auf die Stimmung an

Zu No 12-14 muss ich leider sagen dass sie
mir gar nicht gefallen, aber is ja
Geschmackssache...

Zu guter Letzt hab ich aber noch 2 RIESEN
Kritikpunkte:

1. Ron hätt sich für die Live-Fotos ruhig
mal kämmen können
2. Warum sind keine Namen im Booklet? Das
habt ihr doch nur gemacht um mich zu ärgern
oder?? You know who you are??? Sicher aber
wie soll ich das meinen Enkeln erklären???

Aber sonst is easy

Daniel

PS: (aus gegebenem Anlass) DON´T TRUST IN
MAJORS
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BeitragThema: Re: Rezensionen und Meinungen zu Power-Punk   Di Sep 15, 2009 1:29 am

Review von www.rocktimes.de
vom: 05.01.09
Redakteur: Moritz Alves

Wer sich als Band nach einem Bad Religion-Song benennt, einen plakativen Titel wie "Power-Punk" auf sein Debütalbum schreibt und außerdem ein Stück namens "D.I.Y." im Programm hat, der wird sich zweifellos im Punk Rock zu Hause fühlen. Und richtig, denn genau so verhält es sich mit den Pfälzern von Change Of Ideas, die allen Freunden von politisch-kritischem, melodischem Punk hier gute 50 Minuten lang ein dickes Grinsen ins Gesicht zaubern.
Unter der Regie des renommierten Produzenten Henning Pauly, der schon mit internationalen Rockgrößen wie James La Brie, Sebastian Bach oder Michael Sadler gearbeitet hat, wurden 15 knackig-frische Kracher eingespielt. Dabei war ursprünglich gar nicht geplant, einen ganzen Longplayer aufzunehmen, sondern lediglich einige Songs unter dem Banner "... Begin To Play" zusammenzufassen. Doch es muss eine derartige Energie im Studio geherrscht haben, dass sich der sonst offenbar eher im traditionellen bzw. progressiven Hard Rock beheimatete Pauly kurzerhand entschloss, der Band für ein komplettes Album zur Verfügung zu stehen. Glück gehabt haben Change Of Ideas und deren Anhänger somit gleichermaßen, denn wer weiß, auf welche Schätzchen man sonst vorerst hätte verzichten müssen?!
Es ist nämlich nicht einfach hirnloses Punk Rock-Geschrammel mit 08/15-Melodien, was einem hier geboten wird, sondern durchweg intelligent arrangiertes, stilistisch vielfältiges Material. Auffällig ist auf jeden Fall die für Punk-Verhältnisse exzessive Leadgitarren-Arbeit (teilweise wartet man sogar mit doppelten Läufen auf) sowie die gezielte Einstreuung von akustisch gehaltenen Songs (das textlich makabre, lausbübische "Love Thy Neighbor") bzw. rhythmisch groovendem Liedgut ("World Patriot"). Und selbst wenn man, wie beim Opener "Fuck The World", einfach drauflos prescht, hat der Hörer doch nie das Gefühl, hier punkige Stangenware präsentiert zu bekommen.
Kurzum: Change Of Ideas haben ordentlich Potenzial - sie schöpfen den engen Punk Rock-Rahmen gekonnt aus und erweitern ihn liebend gern um genrefremde Facetten. Da hätten wir nämlich das ruhige Gitarren-Instrumental "Prepare For...", was letztendlich nur als Intro für das ihm direkt auf dem Fuß folgende "... The Incoming" dient. Letzteres wartet übrigens mit Maiden-artigen Leadgitarren-Melodien auf. Oder wie wäre es mit schwerem Midtempo-Rock inklusive stellenweise Doublebass-Drum beim "I´m the Owner"? Oder doch lieber leichtfüßig-lockere Singalongs bei "The Sun Is Shining"? Oder "Angels Fenced by Fury" zum Nachdenken? Oder, oder, oder... Das Pfälzer Quintett kann nahezu jeden Wunsch erfüllen.

Übrigens kann der eingangs erwähnte Titel "D.I.Y." hier wirklich beim Wort genommen werden. Denn zur Freude aller Schreiberlinge haben Change Of Ideas eigens eine professionell aufgemachte Pressemappe zusammengestellt, die, im Cover-Artwork designt, viele Infos zur Band bereithält. So viel Herzblut sieht man gern, und es zeigt sich mal wieder aufs Neue, dass gerade junge, unentdeckte Combos ganz viel Liebe in ihre Musik stecken!

Wer jetzt neugierig geworden ist, der klickt sich schnell zur Band-Webseite durch und ordert das Teil, das dort für schlappe 12 Euronen auf Abnehmer wartet. Freunde von Rise Against, Pennywise, Bad Religion oder Anti-Flag werden an "Power-Punk" sicherlich ihren Gefallen finden.
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BeitragThema: Re: Rezensionen und Meinungen zu Power-Punk   Di Sep 15, 2009 1:31 am

Review von www.ragazzi-music.de
vom: 06.01.09

Redakteur: Volkmar Mantei

Power Punk bedeutet gewiss nicht, dass die Jungs, die hinter diesem Projekt stehen, meinen, es gäbe zudem auch Schlaffi-Punk, sondern wohl eher, dass ihr Sound sich musikalisch von Punk insofern unterscheidet, und das ist gut zu hören, dass Einflüsse aus einer anderen musikalischen Welt in den druckvollen Rock'n'Roll geflossen sind, als dies bei Punk allgemein die "Regel" (apropos Punk und Regel…) ist. Das liegt gewiss auch an ihrem Produzenten Henning Pauli, welcher eben aus einer anderen Welt kommt, aber ein brillanter Regler und Ideengeber ist, selbst gern gegen den Strich bürstet und rhythmischen Krach liebt.
Change of Ideas mixen simple Ideen mit aufwendiger Spielweise, was allein an knusprig coolem Rhythmusgeschehen auf "Power-Punk" zu hören ist, macht auch Fans anderer Universen aufmerksam. Selbst die Gitarren spielen, was sie wollen. Ob das nun mehrschichtige Spuren sind oder längere melodische Linien. Und die Gesangslinien sind mehr als einspurige Einbahnstraße. Hier und dort gibt es gar plötzliche instrumentale Komplexe, die als Forcierung bestimmter Ideen eingesetzt wurden.
Doch alles das nützt nix. Die Band spielt Punkrock. Harten, witzigen, knochentrockenen, textintensiven Punkrock. Marc (voc), Ronny (g, back-voc), Fabian (g), Leonard (b, back-voc) und, wie süß, Rüdiger (dr) haben nachvollziehbare Ideen, wildern im Einflussbereich alter Punkrockideen (plus…), können Chorgesang und - haben "Parental Advisory Explicit Lyrics". Keine Ahnung, ob die Band sich diesen Stempel selbst aufs Cover gesetzt hat, um darauf hinzuweisen, dass hier keine Butterblumensammlung angepriesen wird oder das derzeit so erfolgreiche Fresschen-TV seine Punk-Kultur-Parallele erfährt.
Steht alles im Booklet, wenn auch auf Englisch. Die Band hat alles sorgfältig ins Englische übertragen, so dürfen wir es rückübersetzen.

Hoffentlich passiert dabei nicht, was das Internet so anbietet. (Ist schon lustig, übersetzt mal etwas von eurer in die gewünschte Zielsprache - und anschließend wieder zurück, kann man als Kunst oder Irrsinn bezeichnen, ist auch jeden Fall aber ausschließlicher Blödsinn). Ähm, Entschuldigung für die Abschweifung…
Musik und Texte gehen bei Change of Ideas eine kreative und angriffslustige Verbindung ein, was vor allem im Kopf von Punk-Süchtigen aufgehen wird, aber, siehe oben, auch Außenstehenden die vielen Minuten ihres Lebens ausschmücken kann. Wem das nicht reicht, der darf nebenher im Internet einige von der Band auf der Innenseite ihre Backcovers angegebene Internetseiten aufmachen und lernen.
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BeitragThema: Re: Rezensionen und Meinungen zu Power-Punk   Di Sep 15, 2009 1:32 am

Review von www.PowerMetal.de
vom: 12.02.09

Redakteur: Björn Backes

Energie und Spaß als Grundlage...so verkehrt kann´s nicht sein!

"Power-Punk" - das ist im Falle von CHANGE OF IDEAS ein Synonym für Energie, Spaß und gute Laune, indirekt aber auch eine Basis für politisch angehauchte Rock & Roll-Sounds mit unterschwelliger Ironie und verdrehtem Humor. Gleichzeitig ist es der Titel des ersten vollständigen Albums, welches in gleich 15 Abschnitten mit den fröhlichsten Melodien, den nettesten Singalongs und einigen wirklich schönen Akkorden aufwartet.Doch sonst? Nun, wirklich geistreich ist der Output der fünf Newcomer nicht, denn gerade was die Lyrik betrifft, gibt man sich noch ziemlich plakativ und oberflächlich, was insofern sicher in Ordnung ist, da CHANGE OF IDEAS keine durchweg politische Band sind. Aber komischerweise ist die Band in ihren Texten ausgerechnet dann wirklich gut, wenn es ein bisschen zynisch zur Sache geht, so etwa im rein akustisch vorgetragenen 'Love Thy Neighbor', einem der Highlights der neuen Scheibe.

Musikalisch wiederum machen CHANGE OF IDEAS grundsätzlich nichts verkehrt. Der Drive der Songs geht in Ordnung, die Stimmung ist ebenfalls sehr positiv, und manche Hookline lässt einen so schnell nicht mehr los. Auch an Abwechslung mangelt es "Power-Punk" zu keiner Zeit, so dass sich zwischen den flotten, eingängigen Punk-Rockern auch immer wieder groovige Heavy-Rock-Einlagen finden, die das Ganze ein Stückchen auflockern. Warum die Begeisterung sich trotzdem in Grenzen hält? Nun, die Band geht im weitesten Sinne noch zu schematisch vor und hält bis zum Schluss einfach zu wenige, echte Überraschungen bereit. Der Bad Religion-Effekt schleicht sich nach der Hälfte der Zeit viel zu deutlich ein, und selbst wenn man mit einigen Tempowechseln ganz klar gegen eine eventuelle Einspurigkeit kämpft, schwindet der Reiz des fröhlichen Songwriting mit wachsender Dauer immer mehr.
Andererseits: Wer auf Gute-Laune-Rock & Roll steht, mit Bands wie PENNYWISE und BAD RELIGION ein wenig anfangen kann und Gesellschaftskritik nicht als das A und O in diesem Genre erachtet, kann mit dem ersten, übrigens von Henning Pauly produzierten Silberling sicher etwas anfangen. CHANGE OF IDEAS erfinden das Rad keinesfalls neu, sorgen aber mit einigen positiv gestimmten, unkomplizierten Beiträgen dafür, dass es sich mit besserer Laune weiterdreht.

Anspieltipps: Love Thy Neighbor, Life's A Bitch, Against The Tube
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BeitragThema: Re: Rezensionen und Meinungen zu Power-Punk   Di Sep 15, 2009 1:35 am

Review von www.Metalglory.de
vom 23.06.09
Redakteur: Arne

Das Debüt der in Rheinland-Pfalz ansässigen CHANGE OF IDEAS ist ein klassischer Beweis, dass Verpackung und Inhalt sehr gegensätzlich ausfallen können: Das Cover ziert u. a. eine nach oben gereckte Faust, es dominieren raue Konturen und der augenscheinlich selbsterklärende Albumtitel lässt erstmal amtliches Anarcho-Geballer vermuten.

In diese Richtung tendiert „Power Punk“ aber nur sehr bedingt. Während einige Songs recht gut nach vorne gehen und andere mit einem gewissen Bad Religion Charme aufwarten, klingen gerade die Refrains in Songs wie „The Sun Is Shining“ oder „D.I.Y.“ wie der auf allzu nett getrimmte, poppige Soundtrack für klebrig-süße Highschool-Komödien. Allerdings habe mich schon dabei ertappt, wie ich diese unterwegs vor mich hinsumme, obwohl ich es eigentlich gar nicht will...
Trotz der vereinzelt an die Ursprünge des Punk erinnernden Passagen klingt alles in letzter Konsequenz zu fluffig, ja fast schon niedlich. Durch das ganze Album schwingt etwas mit, was die Zielgruppe eher auf Teenies lenkt, die im gepflegten elterlichen Vorstadt-Einfamilienhaus mal ein bisschen auf die Kacke hauen wollen. Bei solchen Harmlosigkeiten verursachen selbst die bei dem ruhig-akustischen „Love Thy Neighbor“ verwendeten Schimpfwörter nicht mal mehr den leisesten Aufreger.
Aber nüchtern betrachtet bringt die Band ob nun bei recht verdaulicher Härte oder bei weichgespülten Singalongs eine gehörige Portion unbeschwerten Spielwitz mit, die vom eigentlich genrefremden Henning Pauly (der schon mit James LaBrie und Sebastian Bach arbeitete) in Szene gesetzt wurden.

Die nett aufgemachte Pressemappe inkl. Promo-Kit auf CD-R beweisen, dass es CHANGE OF IDEAS definitiv ernst in Sachen Karriere meinen. Wenn ich hier trotzdem nur 5 Punkte vergebe, habe ich fast schon ein schlechtes Gewissen, denn für diejenigen, die auf die Musik nicht abfahren, hat die Band im Inlay noch eine nette Message parat: „Fuck off and die to everybody who didn´t support us or worked against us!“

Fazit: Unter „Power-Punk“ stelle ich mir eigentlich etwas anderes vor. Dessen ungeachtet hat die Band trotz dem hörbaren Anfängerstatus gute Ideen und Melodien in den Songs untergebracht. Der richtige Biss fehlt aber auf diesem Debüt. Als ein nettes Mitbringsel für die Party der kleinen Geschwister eignet es sich hingegen auf jeden Fall.
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BeitragThema: Re: Rezensionen und Meinungen zu Power-Punk   So Okt 11, 2009 9:33 pm

Dieses hab ich auf : www.musikreviews.de
"entdeckt" What a Face

Henning Pauly hat hier Hand an die Produktion gelegt, doch statt Melodic- oder Progrock spielen CHANGE OF IDEAS glattgebügelten "Power-(?)Punk", der deutsche Krankheitssymptome trägt - zwar nicht verkrampften Humor, doch dafür angesichts der "Sauberkeit" der Protagonisten unglaubwürdige Parolen, deren hier tausend und erstes Auftreten sie nur noch abgeschmackter erscheinen lässt - wen erschrecken derlei Phrasen und Flüche heute noch?

Da klingen die zischenden Becken schlimmer als ein mit Fucks und Aufforderungen zum Dicksucken versautes "Love Thy Neighbour", dessen Singer-Songwriter-Gestus per se herzlich ist, die Gruppe jedoch stark ins Alternative-Niemandsland drückt. Dies bedeutet: CHANGE OF IDEAS bedienen recht kompetent alles und jeden Geschmack für Rockmusik diesseits der Extreme. Mit Punk ist es folglich nicht weit hin - nur spulen die Musiker ihre Formatsongs derart unaufgeregt und nach Standardanforderungen ab, dass man nichts als darüber hinweg hören kann. Dass gerade erwähntes stimmorientierte und akustisch dominierte Stück eines der schönsten ist, sollte der Band zu denken geben. Die Sprechvocals im darauffolgenden "World Patriot" nerven hingegen mehr, als die Vielzahl der einfach nur (zu) netten Uptempo-Lieder, die den Message-Finger auf allgemein als Probleme abgenickte Wunden legen.
So stößt man nirgends an, hat aber für den kommerziellen Erfolg noch zu viel Biederkeit im Programm, die man entweder als landestypisch oder noch nicht professionell genug ansehen kann. Musikalisch ist alles lotrecht, doch mitreißen möchten CHANGE OF IDEAS nicht - ein wichtiges Kriterium, wenn der Sound schon unoriginell ist.
FAZIT: Poppiger Punk mit kleinen Ausuferungen in andere Konsensgebiete steht auf dem Plan. Bis auf den Schlagzeugsound wurde amtlich produziert, das Spiel ist amtlich, und die Mitglieder machten sicherlich auch im Beamtenberuf eine gute Figur. Bei soviel Ordnung darf die Frage gestellt sein, wie nötig ein weiteres willkürlich ausgefülltes Formblatt im überquellenden Aktenschrank zur Befindlichkeit Deutschrock mit englischen Texten 2008 ist.

(Autor: A. Schiffmann)


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lol: Sound unoriginell???? Standardanforderungen Question Question
und die Band macht sicherlich auch im Beamten Beruf ne gute Figur???
Das will ich sehn Laughing Laughing Laughing
Schon geil wie unterschiedlich Eindrücke doch sein können clown
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BeitragThema: Re: Rezensionen und Meinungen zu Power-Punk   So Okt 11, 2009 10:54 pm

Very Happy So ist das halt…….
den einen gefällts, den anderen nicht.
Deshalb kommentiere(n) ich/wir im Großen und Ganzen auch keine Reviews,
denn natürlich freut man sich über gute Rezis und genauso ärgert man sich auch manchmal über schlechte
aber damit muss man klar kommen, sonst sollte man keine Musik machen Cool
Zumal man ja Rezi-Exemplare verschickt um sich ehrliche und sachliche Meinungen einzuholen,
ansonsten könnten wir uns das auch sparen und einfach ne Runde Gruppenkuscheln Very Happy


Zuletzt von M. Toe-N am Mo Okt 12, 2009 12:29 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Rezensionen und Meinungen zu Power-Punk   So Okt 11, 2009 11:55 pm

Ok, stimmt schon Smile

und wenn eine nicht Sachlich ist??????


Zuletzt von smiley am Mo Okt 12, 2009 8:50 pm bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Rezensionen und Meinungen zu Power-Punk   Mo Okt 12, 2009 12:25 am

Smile wird se auch nicht kommentiert, höchstens belächelt Smile
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BeitragThema: Re: Rezensionen und Meinungen zu Power-Punk   Di Okt 13, 2009 9:58 pm

Laughing Laughing Laughing Laughing Laughing
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BeitragThema: Re: Rezensionen und Meinungen zu Power-Punk   Di Okt 13, 2009 10:13 pm

Hier übrigens noch ein Review von: www.metal.de

vom 10.01.09 Autor: Christian K.

Ein Haufen junger Musiker namens CHANGE OF IDEAS schloss sich 2006 zusammen, um mit kritischen Texten hinsichtlich Politik, der Gesellschaft und der Welt an sich, Musik unters Volk zu bringen, die gut klingt und etwas aussagt. Soweit der Plan.
Im Jahr 2008 war dann Henning Pauly (DREAM THEATER, SKID ROW, SAGA) gefunden, der sich einverstanden gab, eine EP der jungen Wilden zu produzieren.
Diese ursprünglich mit "…Begin To Play" betitelte EP wuchs dann etwas über sich hinaus und aus den paar Songs wurde ein ganzer Langspieler namens "Power-Punk".
Was zur Hölle ist "Power-Punk"? Power-Metal und Punk? Sei ein Punk und "Kill With Power?" Äußerst dubiose Ideen schießen in mein Hirn und bevor dies Überhand nimmt spielen wir die Platte an. Erster Track lautet "FuckTheWorld" und legt ziemlich wuchtig los. Eine klare Punk-Attitüde ist zu vernehmen, die allerdings nicht komplett das Ruder übernimmt und das Ganze somit auch nicht in die Banalität abdriftet. Guter, an BAD RELIGION erinnernder Song. Um es mal nüchtern auszudrücken.
Mit Schwerpunkt Punk geht es dann zu "Gaming Is Not A Crime". Läuft ganz gut durch, interessantes Riffing im letzten Drittel. Was allerdings gar nicht geht, ist diese helle, rein-quiekende Stimme im Refrain. Das bringt ein bisschen Schulband-Atmosphäre mit.
"Life's A Bitch" plätschert nett trällernd vor sich hin und erinnert mich zeitweise an eine Mischung aus "Tony Hawks Skateboarding" und den "5-Freunde-Soundtrack".
Ziemlich schlimm wird es dann mit "D.I.Y.", was als Abkürzung für "Do It Yourself" steht. Mit "Power-Punk" hat der Track echt nichts zu tun. Dafür ist der Song viel zu sehr gespickt mit Melodien, welche die Glückshormone hüpfen lassen und das Gitarrensolo piept was das Zeug hält. Auch Ansätze von etwas Aggressivität täuschen da nicht drüber hinweg. Immerhin sind wir erst beim sechsten von insgesamt 15 Titeln der Platte.
Ergo: Es gibt noch Hoffnung. "Love Thy Neighbor" kommt dann ganz anders rüber. Akustikgitarre und Gesang unterstützen die lustig geschriebene Hasstirade gegen den ungeliebten Nachbarn. Zum Ende hin intensiviert sich der Sound, auch durch Zuhilfenahme der Drums und nun wird im Chor gewettert. Mein persönlicher Favorit kommt jetzt. "World Patriot" macht vieles von vorhin vergessen und rockt ordentlich durch die Boxen. Hier ist der Begriff "Power" zurecht einzusetzen. Es hört sich jetzt komisch an, aber aus irgendeinem Grund erinnert mich das Riff zu Beginn an einen Live-Auftritt von DEEP PURPLE. Einfach mal so als Randnotiz.
"World Patriot" ebnet den Weg für "Sometimes You Must Step Back", was wieder weniger hart knallend, sondern mehr entspannt rockend tönt. Ähnlich verhält es sich auch mit dem Rest der Scheibe, bis zum Rausschmeißer "Who Brings The Flowers". Hier wird nochmal volle Kanne auf das Punk-Pedal getreten. Allerdings, wie bereits erwähnt, nicht nur Hau-Drauf-Mucke, sondern technisch durchaus anspruchsvoller.
Auf die Texte im Einzelnen möchte ich nicht eingehen, doch es sei gesagt, dass es sich hier oftmals nicht um Lyrik der allerersten Güteklasse handelt. Immerhin ist alles im Booklet abgedruckt und mit Bildchen unterlegt. Wer also nachlesen will: Bitte schön. Bahnbrechendes gibt es nicht zu vermelden. Laut eigener Aussage haben sie ihre Einflüsse von Bands wie BAD RELIGION, PENNYWISE, ANTI-FLAG und Konsorten, was zu hundert Prozent richtig ist. Was allerdings gar nicht passt ist der Vergleich zu A7X. Zum einen vermisse ich hier die Aggressivität und zum anderen die vielbesagte Power. Bleibt eben doch „nur“ der Punk übrig. Mit etwas Gewürz.
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